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Leserbrief zu Peter Vujica, Der Standard, 10./11.2.2001

Betrifft: Traurige Miene zum bösen Spiel von Peter Vujica (9.2.01)

Es mir, und vielleicht auch etlichen anderen, die sich, auf welche Weise auch immer, als "Widerständler" gegen diese Regierung fühlen, unbegreiflich, auf welche Weise Peter Vujica auf diese Bewegung einprügelt.

Mag sein, dass diese Gegenbewegung zur derzeitigen Regierung ziviler oder unzivilisierter, radikaler oder weniger radikal, gehorsamer oder ungehorsamer sein könnte, fest steht jedenfalls, dass zumindest ich, außer eben bei Veranstaltungen dieser (wie Kurt Wendt ausführt) doch sehr heterogenen Gruppe, die eben nicht "kulturell abgehoben" stattfindet, in letzter Zeit nie von Marcus Omofuma auch nur habe sprechen hören.

Übrigens wurde zuletzt gestern, am 8. Februar, am Stand der Botschaft besorgter Bürgerinnen und Bürger auch der Skandal Omofuma zum Thema gemacht. Wenn also Vujica unterstellt, die "Gutmenschen" (nicht schon wieder!!!) und die "gutherzigen Umgeher . . ., die das natürlich nicht im geringsten stört", würden zum Tod Omofumas und zur Aufhebung der Suspendierung seiner "Begleitpersonen" schweigen, dann ist das, gelinde gesagt, ein Skandal und eine blanke Lüge.

Elfriede Jelinek, Schriftstellerin, 1140 Wien